Der Kalte Krieg

Unter der Bezeichnung “Kalter Krieg” versteht man den Konflikt zwischen den beiden Atommächten USA und der damaligen Sowjetunion. Zeitlich begann der Kalte Krieg unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges und endete 1990 mit dem Zusammenbruch der UdSSR. Die Bezeichnung “Kalter Krieg” leitet sich daraus ab, dass es im Konflikt nie zu einer direkten bewaffneten Auseinandersetzung kam.

Beginn des Krieges

Die Atombombenabwürfe der USA auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im Zuge des Zweiten Weltkriegs, läuteten das so genannte Atomzeitalter ein. Gleichzeitig wurde damit die USA und wenig später auch die UdSSR zur Supermacht. Zum zentralen Schauplatz des Konfliktes entwickelte sich Deutschland. Nach dem Krieg wurde das Land durch die ehemaligen Alliierten in vier Besatzungszonen aufgeteilt.

Deutschland stellte mit der Teilung in BRD und DDR die Trennung zwischen Ost und West dar

Deutschland stellte mit der Teilung in BRD und DDR die Trennung zwischen Ost und West dar


Die englische, französische und amerikanische Zone beschlossen gemeinsam sich am Wiederaufbau des deutschen Staates zu beteiligen – die sowjetische Zone weigerte sich jedoch. Zudem kristallisierte sich allmählich ein schwerwiegendes Misstrauen zwischen der Westzone und dem Osten heraus. Ihren Gipfel fand diese Auseinandersetzung schließlich in der Gründung von zwei neuen deutschen Staaten: Der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Damit stellte Deutschland nun die Trennlinie zwischen Ost und West dar – speziell im geteilten Berlin wurde dies deutlich.

Koreakrieg und Kubakrise

Wie bereits erwähnt kam es im Kalten Krieg nie zu einer direkten kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der USA und der UdSSR. Stattdessen gab es jedoch so genannte Stellvertreterkriege zwischen beiden Staaten. Ein Beispiel dafür ist der 1950 ausgebrochene Koreakrieg zwischen Norden und Süden. Nordkorea wurde dabei von der UdSSR militärisch unterstützt, während die USA Südkorea Beistand leisteten.

Neben dem Koreakrieg kam es zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der USA und der UdSSR. Im Zuge dieser Aufrüstung stockten beide Staaten ihre Verteidigungsanlagen und Armeen erheblich auf. Gleichzeitig begann auch der Wettlauf ins All, welcher mit der amerikanischen Mondladung ihren Höhepunkt nahm. Der wohl brenzligste Punkt im Verlauf des Kalten Kriegs war die Kubakrise im Jahr 1962. Zu diesem Zeitpunkt stand die Welt kurz vor dem Ausbruch eines Atomkriegs. Grund hierfür war die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba. Diese stellten eine direkte Bedrohung für die USA dar, sodass es zu einer Seeblockade kam. Letztendlich konnte der Atomkrieg jedoch in letzter Sekunde verhindert werden.

Ende der Kalten Krieges

Nach dieser Krise erklärten sich allmählich beide Staaten zu Verhandlungen bereit. Dabei wurden Abrüstungsabkommen geschlossen und die Verhältnisse stabilisierten sich. In Deutschland läutete letztendlich der Mauerfall und die Wiedervereinigung das Ende des Kalten Krieges ein.