Die Rote Armee

Russland wurde im Jahr 1916/1917 von der damaligen Zarenfamilie regiert. Das Volk litt sehr unter dieser Herrschaft, denn Hungersnöte und andere Leiden suchten das Land heim. In diesen Jahren zwangen die Bolschewiki den russischen Zar zum Abdanken und bildeten die Rote Arbeiter- und Bauernarmee oder kurz, die Rote Armee.

Der 15. Januar 1918 (julianischer Kalender) gilt als offizielles Gründungsdatum. Im selben Jahr wurde die Rote Armee bereits im russischen Bürgerkrieg eingesetzt. Dieser Krieg entstand in Folge der Oktoberrevolution und wurde zwischen der Roten Armee und der antibolschewistischen Weißen Armee geführt. Der Krieg forderte insgesamt zwischen 8 und 10 Millionen Tote und wurde, durch den Sieg über die letzten Truppen der Weißen Armee auf der Halbinsel Krim, von der Roten Armee gewonnen.

Wie setzt sich die Rote Armee zusammen und was war ihr Einsatzgebiet?

Die Rote Armee wurde allgemein für die Luftwaffe, das Heer und andere militärische Sektionen der Sowjetunion eingesetzt. In den ersten Gründungsjahren bestand die Armee aus Freiwilligen und hatte keinerlei Dienstgrade oder Rangabzeichen zu vergeben. Die Wahl des Kommandanten erfolgte ganz demokratisch und sogar es durften sogar Befehle verweigert werden. Dies wurde durch die bolschewistische Friedenspropaganda der Oktoberrevolution ermöglicht, die die damalige Zarenarmee zum Widerstand gegen ihre Offiziere aufrief. Kurz nach der Gründung der Roten Armee wurde dieses System allerdings aufgehoben und die Offiziershierarchie durch Kriegskommissar Trotzki und Lenin etabliert. Da die Offiziere der Zarenzeit viele strategische Erfahrungen vorweisen konnten, bildete sich der Generalsstab anfangs fast ausschließlich aus übernommenen Generälen und Offizieren.

Verlauf und Auflösung der Roten Armee

Durch den Bau von Panzern und der damit verbundenen Bindung von Ressourcen geriet die Rote Armee in Bedrängnis

Durch den Bau von Panzern und der damit verbundenen Bindung von Ressourcen geriet die Rote Armee in Bedrängnis

Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Armee in die Sowjetarmee umbenannt und internes Chaos begann recht schnell. In der Zerstörung des 2. Weltkriegs verloren viele Offiziere und Kommandanten ihr Leben und es blieben kaum fähige Männer übrig. Außerdem hatte die Armee ein starkes logistisches Problem. Durch die Konzentration auf den Bau der Panzer, blieb fast die gesamte Versorgung auf der Strecke. Es mangelte an Transportmitteln, an Treibstoff sowie an Munition und anderen Versorgungsgütern. 1992 verfügte die sowjetische Armee über keinerlei eigene finanzielle Mittel mehr und wurde deshalb dem Kommando der GUS unterstellt.